Für mein viertes Semester hieß es für mich: Chile, ich komme!
Meine Wahl fiel auf Chile, da ich unbedingt Spanisch lernen wollte und mich die lateinamerikanische Kultur schon immer gereizt hat. Und da Chile als das sicherste Land des südamerikanischen Kontinents gilt, habe ich mich dazu entschieden, dort mein Auslandssemester zu verbringen. Als Studienort wählte ich Viña del Mar und nicht Santiago de Chile, da ich mir dachte: was gibt es Besseres, als am Meer zu wohnen? Die Stadt Viña del Mar habe ich sofort ins Herz geschlossen. Überall gibt es Palmen und die Sonnenuntergänge sind einfach atemberaubend schön! Die Stadt gilt als ziemlich sicher und wirkt sehr gepflegt und sauber. Ja, ich muss sagen, ich fühle mich hier wirklich wohl!

Eintauchen in eine fremde Kultur

LOS CHILENOS

Die Chilenen sind meiner Erfahrung nach alle sehr freundliche Menschen, die einem gerne weiterhelfen. Allgemein sind sie sehr lebensfroh und hier wird immer viel getanzt und gesungen, egal ob im Club oder während einem gemütlichen Filmabend zuhause. Die Chilenen haben auch einige traditionelle Tänze, aber hauptsächlich läuft hier Reggeaton rauf und runter. Gesungen werden aber dann doch die guten, alten Klassiker.

Was das Spanisch der Chilenen angeht, so haben diese manchmal ihre eigene Sprache. Es gibt eine Vielzahl von Wörtern, die nur in Chile existieren, zudem reden die Chilenen auch gerne sehr schnell und artikulieren kaum, sodass es nicht nur für mich unglaublich schwierig ist, sie zu verstehen, sondern manchmal sogar für die Mexikaner. Und wenn nicht mal die alles verstehen können, dann muss das schon was heißen.

Da es an meiner Universität, dem Instituto Profesional Duoc UC, von allen nur Duoc genannt, keinen ähnlichen Studiengang wie Medienmanagement gibt, wählte ich verschiedene Fächer aus den Studiengängen Werbung, Public Relations und BWL. So belegte ich Kurse wie Fotografie, Marketing, Image und coporative Identity, Strategien und Management digitaler Medien, sowie Zielgruppen und Insight.

Studieren auf Spanisch

LA VIDA DE LOS ESTUDIANTES

Generell gibt es einige Unterschiede zum deutschen Hochschulsystem und der Unialltag erinnert hier eher an Schulalltag. Für die Kurse gibt es Anwesenheitspflicht, das heißt, wer weniger als 75% anwesend ist, muss den Kurs wiederholen. (Für die Austauschstudenten ist das aber nicht ganz so streng, und man kann schon mal für die ein oder andere Reise ein paar Tage fehlen). Zudem gibt es während dem Semester regelmäßige Tests und Hausaufgaben, sodass man immer gut beschäftig ist. Die Endnote besteht dann zu 60% aus den Noten des Semesters und nur zu 40% aus der Examensnote am Ende des Semesters.
Das Niveau von Duoc liegt deutlich unter dem der FHWS. So kam es vor, dass fast alle Austauschstudenten zu den Besten der Kurse gehörten, trotz Sprachschwierigkeiten!

Und in Summe

MEIN FAZIT

Ich kann definitiv sagen, dass ich die Entscheidung, ein Auslandssemester in Viña del Mar zu machen, auf keinen Fall bereue und ich es jedem empfehlen würde. Zwar ist die Universität nicht ganz, was ich erwartete, aber ich habe in den sechs Monaten trotzdem unglaublich viel gelernt, konnte tolle Leute treffen und die unterschiedliche und wunderschöne Landschaft von Chile sehen. Mit der Zeit hier in Chile verbinde ich viele spannende Erfahrungen und Momente, die ich nie vergessen werde.

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Text: Anne Kaifer Bilder: private Aufnahmen

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