Sich selbst im Radio hören? Das klingt erstmal aufregend, spannend und vor allem gaaaanz weit weg von der Realität. So war es zumindest für mich als ich ins erste Semester kam. Aber siehe da: Schon nach einem Monat waren wir Ersties LIVE on air und wurden von über 120 Zuhörer*innen belauscht. Auch Oma und Opa waren begeistert. EPRO (Erstsemesterprojekt) machts möglich!

Na gut, ganz so perfekt lief’s vielleicht auch nicht…

Die Moderator*innen haben geschwitzt, die Technik kleine Übergangsfehler gemacht, die Sendungsleitung lief ganz hektisch hin und her und überhaupt war eine elektrisierende Stimmung im Radiostudio. Und am Ende des Tages (bzw. der Sendung) waren wir alle happy und mampften unsere Nervennahrung. Eventuell gabs auch das ein oder andere Bier…

ABER JETZT MAL BACK TO BEGINNING.

Was braucht man für eine gute Radioshow?
Was sollte im Vorhinein schon erledigt sein (und nicht erst kurz vor knapp, whoopsi)?
Und was kannst du aus unseren Fehlern lernen?

Essentials

1. Roland, dein bester Freund: Das Aufnahmegerät gibts im HMZ (Hochschulmedienzentrum) für ein nettes Lächeln und begleitet dich bei jedem Interview

2. Fotoapparat: Ja, man kann zwar durchs Radio nicht sehen, jedoch solltest du stets einen Schnappschuss aufnehmen um mehr Aufmerksamkeit auf die Show zu lenken (Social Media)

3. Extra Akkus und Speicherkarten: You never know, vielleicht erzählt dein Gesprächspartner ja ohne Punkt und Komma?

4. Eine Menge gute Laune: Darf nie fehlen, sollte aber auch nicht zu viel sein (dazu später mehr)*

5. Dein perfektes Team: Der/die Fotograf*in, der/die Taschenträger*in und der/die Interviewer *in sollten immer mit dabei sein

To do’s vor der Show

1. Moderation schreiben, damit du nicht ins Stottern kommst

2. Alle Beiträge fertig auf den PC importieren (nicht nur auf dem Stick speichern) und in die richtige Reihenfolge bringen 

3. Intro-Jingle aussuchen (evtl. mit persönlichem Einspruch), schneiden und 30 min vor der Show online spielen

4. Für ausreichend Nervennahrung sorgen: Von Scones über Bananenbrot bis hin zu einem etwas misslungenen Käsekuchen kannst du deinen Koch- oder Backkünsten alle Freiheiten lassen

5. Unzählige Storys auf Instagram posten und alle Bekannten (und auch Unbekannten!) vom Zuhören überzeugen

6. Das Abendprogramm nach der Sendung planen bzw. einfach in die Katze gehen

BETTER NOT DO IT LIKE WE DID.

1. In der Ruhe liegt die Kraft und in der Vorbereitung auch: Versuch so viel wie möglich vorher ready zu machen. Wir kamen mal ziemlich ins Schwitzen weil der Intro-Jingle noch nicht fertig war. Dadurch wird der Einstieg für die Moderator*innen schwieriger

2. *Und jetzt zum Spaß an der Sache: Den solltest du auf jeden Fall haben! Aber wenn du ganz plötzlich aus dem Nichts einen Lachanfall bekommen solltest, den du einfach nicht stoppen kannst (ja, das ist so passiert :D), solltest du zumindest im Nachhinein erklären was passiert ist. Die Zuhörer*innen sehen ja leider nichts und wollen gerne mitlachen

3. Handys und Tablets in den Flugmodus schalten, damit keine Störgeräusche mit der Technik entstehen können

4. Türen zum Moderations- und Technikraum schließen. Nicht alle Zuhörer*innen wollen das Mitsingen der Kommilitonen hören:P

Lea Vaas,

1. Semester

„Besser hätte das Studium eigentlich nicht starten können! Wir wurden zwar komplett ins kalte Wasser geworfen, aber wir sind dadurch auch schon fast Profischwimmer geworden“

Natalie Gränitz,

1. Semester

„das war schon krass, als die erste Sendung auf einmal losging und jeder nur gehofft hat, dass nicht alles völlig in die Hose geht… und dann war die Sendung am Ende auch noch mega gut – das hatten wir gar nicht geplant“ (lacht)

Manuel Weber,

1. Semester

„Am Anfang war ich noch ein wenig unsicher, hatte aber richtig Bock aufs Radioprojekt. Die Technik machte mir am meisten Spaß und wir schafften immer bessere Übergänge. Ich hab richtig gemerkt, wie man sich steigert über die Zeit. Am Ende wollte ich sogar moderieren.“

Und wenn euch nicht nur das Radio, sondern auch das Fotobuch, der Podcast, der Blog oder die Videos interessieren, dann schaut auch dort gerne vorbei!

IN DIESEM SINNE:

frohes Stöbern und

Danke fürs Zuhören:)

Text: Franziska Heimberger.  Bild: EPRO Fotogruppe WS 19/20

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