5. Semester ist Praktikumssemester. Nach vier Semestern theoretischen Grundlagen, Teamarbeit, praktischen Projekten, und Konzepten für fiktive Kampagnen haben wir MedienmanagerInnen die Möglichkeit in die Arbeitswelt reinzuschnuppern und unsere erlernten Kompetenzen in der Praxis zu zeigen. Wie wir dieses halbe Jahr erlebt haben? Das erzählen euch zehn Sechstis, die frisch aus dem Praktikum wieder zurück an der FH sind – wenn auch nur virtuell in diesem Semester. Heute mit:

Johanns Praktikum bei

DER LIFESTYLE BRAND KAPTEN & SON

In welcher Branche und bei welchem Unternehmen hast du dein Praktikum gemacht?
Mein Praktikum habe ich bei Kapten & Son in Köln gemacht, einem Unternehmen in der Konsumgüterbranche. Die Produktpallette umfasst Uhren, Sonnenbrillen, Rucksäcke und seit Sommer 2019 auch Brillen mit Sehstärke. Das Büro liegt in Köln direkt am Rhein und ich hatte das große Glück, von meiner Wohnung aus zur Arbeit laufen zu können.

Wie lang ging dein Praktikum?
Ich war von August 2019 bis Ende Februar 2020 bei Kapten & Son, wobei ich den letzten Monat als freiwilliges Praktikum drangehängt habe.

Wann hast du dich auf das Praktikum beworben und wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Meine Bewerbung habe ich Ende März abgeschickt, nachdem ich die Stellenanzeige „Praktikum als Foto & Videograf bei Kapten & Son“ auf meinpraktikum.de gefunden hatte. Ich erhielt schnell Rückmeldung und aufgrund der räumlichen Distanz wurde mir ein Bewerbungsgespräch via Skype vorgeschlagen.
Tatsächlich hatte ich nicht mehr viele andere Bewerbungen parallel, da ich wusste, dass ich sehr früh dran bin. Die Stellenanzeige war ausgeschrieben als „ab sofort“, weswegen wir uns darauf geeinigt haben, dass ich so früh wie möglich im August anfange. Das hieß für mich: Abschlusspräsentation Projekt B, zwei Tage später Umzug nach Köln.

Wird dein Praktikum regelmäßig angeboten oder handelte es sich um eine Initiavtivbewerbung?
Die Stellenanzeige für mein Praktikum habe ich bei meinpraktikum.de gefunden. Ob es regelmäßig angeboten wird, kann ich leider nicht sagen.

Warum hast du dich für dieses Praktikum entschieden?
Film und Fotografie sind, abseits der Musik, meine größten Leidenschaften. Schon aus diesem Grund hat die Stellenanzeige super zu mir gepasst. Meine Entscheidung stand dann schon nach dem Bewerbungsgespräch fest, da ich mich mit meinen Gesprächspartnerinnen sofort super verstanden habe und die beiden meinen ersten Eindruck vom Spirit des Unternehmens bestätigten.

„Meine Aufgaben bei Kapten & Son waren sehr vielfältig. Ich habe mich zusammen mit einem fest angestellten Content Creator um den kompletten Stand- und Bewegtbildcontent für unsere Kanäle gekümmert.“

Was waren deine Aufgaben?
Meine Aufgaben bei Kapten & Son waren sehr vielfältig. Ich habe mich zusammen mit einem fest angestellten Content Creator um den kompletten Stand- und Bewegtbildcontent für unsere Kanäle gekümmert. Dabei haben wir mit Models gearbeitet, kreative Flatlays geshootet, aber auch Produktfotos für den Onlineshop produziert. Was mir daran besonders gefallen hat, war der Produktfokus. Das Produkt bestmöglich zu inszenieren, egal ob auf Fotos oder Videos, war immer eine kreative Herausforderung, und hat immer Spaß gemacht. Darüber hinaus habe ich das Design Team unterstützt, zum Beispiel habe ich Store-Displays oder Werbebanner gelayoutet.

Wie groß war dein Team? Mit wie vielen Menschen hast du zusammen gearbeitet?
Das Design Team, dem ich zugeordnet war, bestand aus 5-6 Personen. Jedoch habe ich auch viel mit Mitarbeitenden aus dem Performance Marketing zusammengearbeitet, da diese meist die Auftraggeber für den Content waren. Dabei möchte ich noch anmerken, dass sich bei Kapten & Son jeder kennt – selbst, wenn man nicht direkt zusammenarbeitet, verbringt man Zeit miteinander, sei es bei Meetings, beim Mittagessen oder beim after Work Fußball.

Wie war die Stimmung?
In der vorigen Frage habe ich mit dem after Work Fußball schon etwas vorgegriffen. Kurzum: Der Teamspirit ist wahnsinnig gut! Teamevents waren zahlreich vorhanden, aber auch spontan hat man Freitagabend zusammen an der Gin Bar gesessen. Alle sind per Du und es gibt keinerlei Vorschriften, was Dresscode o.Ä. angeht.

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Was hat dich am meisten überrascht während deines Praktikums?
Jeder kocht nur mit Wasser.

Was waren deine Hauptlearnings?
Hab ich schon das mit dem Wasser erzählt? Spaß beiseite. In allen Bereichen anwendbar ist wohl folgendes Learning: Das wichtigste ist, fertig zu werden. Execution. Output. Workflow. Ich habe gelernt, meinen Perfektionismus in den entscheidenden Momenten zu kontrollieren.

Achja und ich kann jetzt Milchschaum an einer Espressomaschine mit Dampfaufschäumer machen.

Was war dein coolstes Projekt / dein coolster Moment?
Mein coolstes Projekt war definitiv das Fotoshooting in London. Momente, die mir für immer im Gedächtnis bleiben, gab es viele. Ich sag nur Fußball, Minigolf, Weihnachtsmarkt, Karneval.

Was war deine größte Herausforderung?
Wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin: Das „Leben“ an sich. Ich hatte vorher noch nie Vollzeit gearbeitet und musste erst lernen, mein Privatleben zu organisieren. Nach ein paar Wochen habe ich dann allerdings den Rhythmus gefunden!

Was sind deine Tipps an andere PraktikantInnen?
Achtet auf das Menschliche, kommuniziert eure Erwartungen, lasst euch helfen und helft. Mir ist bewusst, dass ich in Rätseln spreche. Sorry, ich versuche konkreter zu werden: Was unsere Teamarbeit so toll gemacht hat, war die offene Kommunikation. Ich konnte dem Team nur helfen, weil ich meine Stärken kommuniziert habe, erzählt habe, was ich auch gerne mal machen würde. Das stieß immer auf Dankbarkeit und meine Eigeninitiative wurde wertgeschätzt.

Text: Johann Grillenbeck. Bild: unsplash.com

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