5. Semester ist Praktikumssemester. Nach vier Semestern theoretischen Grundlagen, Teamarbeit, praktischen Projekten, und Konzepten für fiktive Kampagnen haben wir MedienmanagerInnen die Möglichkeit in die Arbeitswelt reinzuschnuppern und unsere erlernten Kompetenzen in der Praxis zu zeigen. Wie wir dieses halbe Jahr erlebt haben? Das erzählen euch zehn Sechstis, die frisch aus dem Praktikum wieder zurück an der FH sind – wenn auch nur virtuell in diesem Semester. Heute mit:

Leas Praktikum bei

DER FILMAGENTUR FORSTORY

In welcher Branche und bei welchem Unternehmen hast du dein Praktikum gemacht?
Ich habe mein Praktikum in München bei forStory, einer kleinen Filmagentur mit Schwerpunkt auf dem Thema Nachhaltigkeit, gemacht.

Wie lang ging dein Praktikum?
Insgesamt 6 Monate, von September bis Ende Februar.

Wann hast du dich auf das Praktikum beworben und wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Hand aufs Herz, ursprünglich wollte ich nie nach München, sondern nach Hamburg. Allerdings habe ich aber auf keine meiner vier Bewerbungen nach Hamburg eine Rückmeldung erhalten, aus München hatte ich für zwei Filmproduktionen Zusagen. Das erste Gespräch war jeweils übers Telefon, für die zweiten Gespräche bin ich dann nach München gefahren.
Bei forStory ist es üblich einen Tag Probe zu arbeiten, daher habe ich eine Aufgabe bekommen und musste innerhalb von 90 Minuten einen Social Media Teaser schneiden und nach einem gemeinsamen Mittagessen dann meine Herangehensweise und Entscheidungen begründen. Anschließend erfolgte noch ein klassisches Bewerbungsgespräch, bevor am nächsten Tag die Zusage kam.

Wird dein Praktikum regelmäßig angeboten oder handelte es sich um eine Initiavtivbewerbung?
Das Praktikum wird regelmäßig angeboten. ForStory hatte vor mir bereits eine Praktikantin aus unserem Studiengang und wird auch jetzt im WS 20/21 wieder jemanden nehmen – die wissen was sie an den MMlerInnen haben und freuen sich auf uns!

Warum hast du dich für dieses Praktikum entschieden?
Ein Praktikum im Bereich Film zu machen, stand für mich schon länger fest. Auf forStory bin ich nur durch Zufall gestoßen, war aber direkt begeistert von der inhaltlichen Ausrichtung und der Idee Menschen durch Geschichten zu inspirieren nachhaltig zu handeln. Generell hat mir aber auch die Teamgröße und die Stimmung dort sehr gut gefallen. 

„Bei forStory gab es nie Probleme, sondern immer nur Herausforderungen.“

Was waren deine Aufgaben?
Mein Praktikum war ausgeschrieben als Videoproduktion, daher Kamera und Schnitt.
Im Herbst hatten wir deutschlandweit sehr viele Drehtage, sodass wir teilweise über 14 Tage am Stück unterwegs waren. Von Anfang an durfte ich auf den Drehs die B-Kamera übernehmen und am Schluss sogar die A-Kamera und den Ton, was ich als einen sehr großen Vertrauensbeweis aufgefasst habe.
Im Büro mussten dann das Material gesichert, gesichtet und geschnitten werden, Musik ausgewählt und die Farben angepasst werden. Etwas weiter weg vom Kerngeschäft von forStory durfte ich außerdem an einer Social Media Kampagne mitwirken. Dazu gehörten Aufgaben wie Content erstellen, Redaktionpläne schreiben, sich mit dem Facebook Business Manager und Google Ads rumärgern und regelmäßig mit dem Kunden in Abstimmung treten.

Wie groß war dein Team? Mit wie vielen Menschen hast du zusammen gearbeitet?
Zu meiner Zeit waren wir zu sechst im Büro. Das waren:
Creative Director, Managing Director, Video Producer, Junior Video Producerin, Werkstudent & ich als Praktikantin. Und Herr Gissinger, unser Bürohund (aka Feel Good Manager).

Wie war die Stimmung?
Die Stimmung im Team ist super. Es wird sehr viel Wert auf harmonische Stimmung gelegt und das merkt man auch. Mindestens einmal die Woche wird gemeinsam gekocht, es gibt coole Teamevents wie Spiele- und Filmabende oder gemeinsame Ausflüge. 

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Was hat dich am meisten überrascht während deines Praktikums?
Dass auch in professionellen Produktionen Dinge schief gehen und am Ende trotzdem gute Lösungen gefunden werden. Und wie kompliziert Ausschreibungen von öffentlichen Institutionen ablaufen bzw. wie viel Bürokratie und Regelungen es im öffentlichen Sektor gibt.

Was waren deine Hauptlearnings?
1. Wie man Aperol richtig mischt.
2. Dass es immer auf den Blickwinkel ankommt. Bei forStory gab es nie Probleme, sondern immer nur Herausforderungen.
3. Und am wichtigsten: dass ich niemals langfristig einen Job machen möchte, der mir nicht mindestens so viel Spaß macht, wie ich bei forStory hatte. Immerhin verbringt man ja doch ziemlich viel Zeit auf der Arbeit. 

Was war dein coolstes Projekt / dein coolster Moment?
Der Moment, in dem ich realisiert hab, dass ich einfach einen richtigen Glücksgriff hatte mit forStory.
Außerdem die Weinprobe in einer Weinvilla vor dem Dreh, Paddeln im Spreewald nach dem Dreh, unsere Weihnachtsfeier, Schlittenfahren bei Nacht, Projektabschlussparty, das Vertrauen die A-Kamera übernehmen zu dürfen und natürlich das Angebot Bachelorarbeit dort zu schreiben. Das letzte vor Allem besonders aufgrund der Vorfreude wieder dort arbeiten zu dürfen. 

Was war deine größte Herausforderung?
Nach acht Stunden das Büro zu verlassen und Projekte abzuschließen und damit zufrieden zu sein. Perfektionismus ist da nicht gerade förderlich…

Was sind deine Tipps an andere PraktikantInnen?
Macht euch nicht so viel zeitlichen Stress im Bewerbungszeitraum, ihr findet auch noch spontan coole Stellen, wenn ihr keine genauen Vorstellungen habt, wo ihr hinwollt. Und im Praktikum selbst immer so viel mitnehmen, wie es geht! Fragt nach, wenn euch was besonders interessiert, zeigt Initiative und zeigt, dass ihr Bock habt, auf das was ihr macht. Und don’t forget: ihr seid dort, um was zu lernen, also fordert auch neue Aufgaben und Herausforderungen ein und probiert euch aus.  

Text: Lea Günster. Bild: unsplash.com

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