5. Semester ist Praktikumssemester. Nach vier Semestern theoretischen Grundlagen, Teamarbeit, praktischen Projekten, und Konzepten für fiktive Kampagnen haben wir MedienmanagerInnen die Möglichkeit in die Arbeitswelt reinzuschnuppern und unsere erlernten Kompetenzen in der Praxis zu zeigen. Wie wir dieses halbe Jahr erlebt haben? Das erzählen euch zehn Sechstis, die frisch aus dem Praktikum wieder zurück an der FH sind – wenn auch nur virtuell in diesem Semester. Heute mit:

Lenas Praktika in

DER CONTENTPRODUKTION BEI DER BALINALE UND DER RIPKY CALIFORNIA LCC

In welcher Branche und bei welchem Unternehmen hast du deine Praktika gemacht?
1. Praktikum: Balinale – Bali International Film Festival (Ort: Bali)
Balinale ist eine non-profit und non-government foundation, die 2007 gegründet werden.
Balinale will indonesischen Filmemachern ein globales Publikum bieten und ausländische Filmemacher dazu verleiten, Indonesien in ihren Filmen zu zeigen. Das Film Festival ist für die Förderung des indonesischen Kinos und Schauspiels bekannt und dient als Plattform zur Unterstützung etablierter und aufstrebender lokaler Filmemacher.
2. Praktikum: Ripky California LLC (Ort: Newport Beach, Kalifornien)
Die Ripky California LLC wurde vom deutschen Fotografen Paul Ripke gegründet, zu dessen Hauptaufgabenfeld Sport- und Konzertfotografie sowie Werbung und Fotojournalismus gehörten. In den letzten Jahren entwickelte sich sein Aufgabenfeld von der Film- und Fotoproduktion immer mehr zu eigenen Projekten wie z.B. ein wöchentlicher Podcast Names „alle Wege führen nach Ruhm“ (AWFNR) mit Joko Winterscheidt, Kochhefte und Kochvideos unter dem Titel „Ripkytchen“ und einer eigenen Klamottenmarke „PARI“. 

Wie lang gingen deine Praktika?
Balinale: 12 Wochen (02. September 2019 – 22. November 2019)
Ripky Californa LLC: 8 Wochen (20. Januar 2020 – 16. März 2020)

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Gründung
Balinale
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MitarbeiterInnen
Balinale
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Teammitglieder
Balinale

Wann hast du dich auf die Praktika beworben?
Balinale: April 2019
Ripky California LLC: September 2019

Werden deine Praktika regelmäßig angeboten oder handelte es sich um Initiativbewerbungen?
Balinale: das Praktikum wird über die Organisation BaliInternships jedes Jahr angeboten
Ripky California LLC: Initiativbewerbung 

Warum hast du dich für diese Praktika entschieden?
Ich habe mich dafür entschieden das Praktikum zu splitten, da ich in diesem Semester so viele Erfahrungen wie möglich sammeln wollte. Es war von Anfang an meinen Wunsch, das Praxissemester im Ausland zu verbringen, da ich das Semester als gute Möglichkeit empfand ins Ausland zu gehen, weil es im Medienmanagement Studiengang nicht so leicht ist, ein normales Auslandssemester zu machen.
Für Balinale habe ich mich entschieden, weil ich noch nie in Indonesien war, und die Branche sehr interessant finde. Für das Praktikum bei Paul Ripke habe ich mich entschieden, weil ich seine Projekte und auch ihn als Person sehr spannend finde und  weil man von ihm viel im Bereich der Medien lernen kann. 

„Der Satz, der mir aus dieser Zeit am meisten in Erinnerung geblieben ist ist: „Program and schedule subject to change“. In diese Branche muss man sehr flexibel sein, da es immer zu unerwarteten Änderungen kommen kann.“

Was waren deine Aufgaben?
Balinale: Unterstützung bei Social Media und Content Erstellung, Planung und Koordination der Events
Ripky California LLC: Unterstützung bei Projekten (Podcasts, Ripkytchen, neue PARI Kollektionen).

Wie groß war dein Team? Mit wie vielen Menschen hast du zusammen gearbeitet?
Balinale: da es ein sehr kleines Unternehmen ist, waren nur eine zweite Praktikantin und ich für Social Media zuständig. Bei anderen Aufgaben wie z.B Planung der Events umfasste das Team eine Größe von ca. 6 Personen.
Ripky Californa LLC: da das auch ein Unternehmen mit wenig Festangestellten ist, habe ich meistens mit 2-3 Personen und auch mit Paul Ripke direkt zusammen gearbeitet. 

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Gründung
Ripky California LLC
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MitarbeiterInnen
Ripky California LLC
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Teammitglieder
Ripky California LLC

Wie war die Stimmung?
Bei beiden Praktika war das Verhältnis sehr familiär/freundschaftlich und das Arbeitsklima angenehm, Dresscodes gab es nicht. Man wurde als Praktikant sofort integriert und Hierarchien im Team waren nicht stark zu spüren, da man auch als Praktikant wie ein normaler Mitarbeiter aufgenommen wurde. Mittags wurde meistens zusammen gegessen und auch während der Arbeitszeiten saßen die Mitarbeiter zusammen an einem großen Tisch. Vor allem bei der Ripky Californai LLC gab es einige Freizeitunternehmungen mit den Kollegen. 

Was hat dich am meisten überrascht während deiner Praktika?
Am meisten hat mich das Arbeitsklima bei beiden Unternehmen überrascht und das gute freundschaftliche Verhältnis zu den Mitarbeitern / Chef. Zudem hat mich überrascht, dass ich nicht als Praktikantin angesehen wurde, sondern teilweise z.B bei der Balinale mehr über Social Media wusste, als meine Mitarbeiter und so die Unternehmen durch mein Wissen voran bringen konnte. 

Was waren deine Hauptlearnings?
Bei der Balinale habe ich sehr viel über die Organisation und Promotion eines Events gelernt. Der Satz, der mir aus dieser Zeit am meisten in Erinnerung geblieben ist ist: „Program and schedule subject to change“. In diese Branche muss man sehr flexibel sein, da es immer zu unerwarteten Änderungen kommen kann.
Bei der Ripky California LLC habe ich gelernt, wie wichtig es ist, ein gutes Team zu haben und sich mit seinem Team gut zu verstehen und gut zu kommunizieren. 

Was war dein coolstes Projekt / dein coolster Moment?
Das beste Projekt war die neue #CHEAT Ausgabe von den Ripkytchen Kochheften und Kochvideos für Youtube, da ich hier ich in den ganzen Prozess mit einbezogen wurde. Schon bei der Entscheidung, welche Gerichte in die neue Ausgabe gebracht werden, war meine Meinung gefragt und auch bei der Produktion durfte ich verschiedene Aufgaben wie z.B. Aufnahmeleitung ausprobieren. 

Was war deine größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung war es, sich um alle nötigen Dokumente (Visum) zu kümmern und die Suche nach einer Unterkunft vorher von Deutschland aus. Zudem ist es immer eine Herausforderung in ein neues Land zu gehen und dort zu arbeiten, die Kultur kennen zu lernen und sich anzupassen. 

Was sind deine Tipps an andere PraktikantInnen?
Man sollte sich auf keinen Fall von dem größeren Aufwand (Visum, Flug, Wohnungssuche usw.) eines Auslandspraktikums abschrecken lassen, da es sich auf jeden Fall lohnt.
Mein Tipp ist es, sich auch zu bewerben, wenn es keine Ausschreibung gibt und einfach eine Initiativbewerbung zu schicken. 

Text: Lena Musa. Bild: unsplash.com

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